An der Grenze zu einer gestillten Sehnsucht
Malen ist für mich vor allem ein Eintauchen in eine sinnliche, meditative Welt. Eine Welt, in der ich mich im Ganzen wiederfinde. Eins mit mir und im Einklang mit der Welt.
Ein Gefühl der Sehnsucht begleitet mich auf meinem Lebensweg. Bis heute. Ein Weg, der mich durch Französische und Spanische Studien an der Universität in Konstanz am Bodensee und ins spanische und französische Ausland führte. Als Romanistin und Reiseveranstalterin folgte ich intuitiv der Sehnsucht nach etwas Ungreifbarem, Unsichtbarem. Der Weg führte mich weiter zum Studium der Mal- und Gestaltungstherapie am iac nach Zürich in die Schweiz.
Im Malen bin ich dieser Sehnsucht ganz nah. Der Malprozess ist getragen von dieser greibar nahen und doch unfassbaren Sehnsucht. Denn ganz gestillt ist sie nie. Genau an dieser fragilen Grenze zwischen greifbarer Nähe und ihrer Unerreichbarkeit bewege ich mich im Malen. Die ungestillte Sehnsucht treibt mich im Malen voran, sie zeigt mir den Weg. Was entsteht, ist Ausdruck von berührter Verbundenheit mit dem Sichtbaren und Unsichtbaren. Was bleibt, ist innere Glückseligkeit mit einer tiefen Sehnsucht nach mehr.
Die Kunstwerke sind Ausdruck dieser Glückseligkeit an der Grenze zu jener gestillten Sehnsucht in spe.